St. Laurentius Erfurt

Geschichte der Cruciskirche

Die Cruciskirche (auch Neuwerkkirche) wurde um 1182 erbaut. Ende des 12. Jahrhunderts wurde das Kloster der Augustinerchorfrauen in die Cruciskirche verlegt und mit dem Bau von Klostergebäuden begonnen.

Von dem Kloster ging 1291 ein großer Brand aus, der Kirche, Kloster und etwa ein Drittel der Stadt vernichtete. 1295 war die Anlage bereits wiedererrichtet. 1473 wurde der romanische durch einen spätgotischen Kirchenbau ersetzt. Ein weiterer Umbau erfolgte von 1731 - 1735, bei dem die Kirche, unter Einbeziehung der gotische Grundmauern, ihre noch heute erhaltene barocke Gestalt erhielt.

Die Cruciskirche ist die einzige Kirche in Erfurt mit einer vollständigen barocken Ausstattung. Ein besonderes Kleinod ist die 1739 von Franciskus Volckland erbaute Orgel. Nach ihrer Rekonstruktion 2003 zählt sie zu den bedeutendsten Orgeln im mitteldeutschen Raum.

Nach Auflösung des Klosters 1819 war die Cruciskirche bis 1982 katholische Pfarrkirche. Von 1982 bis 2016 waren die Pfarreien St. Crucis und St. Wigbert zu einer katholischen Pfarrgemeinde vereint. Seit 2017 gehört die Cruciskirche zur neu gegründeten Innenstadtpfarrei St. Laurentius.