St. Laurentius Erfurt

Station 5

Liebe Eltern, liebe Kinder,

Heute ist Karfreitag, der traurige Freitag. Kara, althochdeutsch heißt Trauer.

Es ist ja der Todestag von Jesus. Da muss man ja traurig sein...

In England und Amerika sagen die Leute aber "Good Friday", guter Freitag.

Also was nun? Ein trauriger oder ein guter Tag?

Das ist das Geheimnis: Karfreitag ist beides!

Mit seinem Tod am Kreuz hat Jesus alles Böse und Schlimme durchgestrichen. Gottes Liebe ist stärker!

Ja, er ist tot. Er hat seine Freunde verlassen. Aber nun ist er für alle da: Für Lebende und für Tote.

In meiner Bildersammlung habe ich dieses Bild gefunden:

Leider weiß ich nicht mehr genau, wer es gemalt hat. Ich weiß nur, es war eine Künstlerin in der DDR.

Sie hat ein Marienbild gemalt, wie wir es aus alter Zeit kennen. Aber etwas ist anders. Etwas fehlt...

 

Ihr merkt schon. Das Kind. Das Jesuskind fehlt. Das Bild heißt: "Maria mit den leeren Händen"

So ist das, wenn jemand stirbt. Er ist einfach nicht mehr da und man braucht lange Zeit, um zu trauern und das zu erfassen.

So war es für Jesu Freunde, für seine Mutter, für die Frauen am Kreuz, die bis zuletzt bei Jesus blieben.

Wenn wir heute den letzten Schritt des Kreuzwegs gehen, dann denken wir auch an alle Sterbenden und Trauernden.

Denn Jesus ist an ihrer Seite.

Im Anhang ist unsere letzte Kreuzwegstation.

Ich wünsche Euch einen GUTEN FREITAG!