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Information zum weiteren Vorgehen im Prozess 3plusWIR – Crucis

Information zum weiteren Vorgehen im Prozess 3plusWIR – Crucis

Information zum weiteren Vorgehen im Prozess 3plusWIR – Crucis

# Neuigkeiten

Information zum weiteren Vorgehen im Prozess 3plusWIR – Crucis

Der Prozess 3plusWIR begleitet unsere Pfarrei seit 2024 auf einem Weg, der für viele schmerzhaft ist. In mehreren Pfarreiversammlungen, durch schriftliche Rückmeldungen und in den Gremien wurde intensiv beraten, welche Zukunft unsere sieben Kirchen haben können. Dabei wurden klare Entscheidungskriterien benannt: demographische und kirchliche Veränderungen, die Bedeutung für das lebendige Gemeindeleben, die finanzielle Tragfähigkeit sowie die jeweilige infrastrukturelle Situation.

Auf dieser Grundlage hat der Kirchenvorstand im November 2024 einen Zeitplan beschlossen. Bis zum Hochfest Christkönig 2026 bleiben alle sieben Kirchen regulär nutzbar. Ab diesem Zeitpunkt werden St. Lorenz, St. Severi und St. Wigbert als regelmäßige Gottesdienstorte bestehen bleiben. Für Crucis, St. Georg, Martini und die Schottenkirche endet die reguläre Nutzung. 

Für die Crucis-Kirche ist bislang keine tragfähige Anschlusslösung gefunden worden. Zugleich ist sie ein Ort von besonderer geschichtlicher und geistlicher Bedeutung. Sie wurde bereits im 12. Jahrhundert erwähnt, im 18. Jahrhundert barock umgestaltet und besitzt bis heute eine weitgehend original erhaltene Ausstattung mit der bedeutenden Volckland-Orgel. Die bauliche Substanz ist grundsätzlich nutzbar, weist jedoch erheblichen Sanierungsbedarf auf, sowohl konstruktiv als auch technisch. Diese Realität gehört zur Ehrlichkeit des Prozesses. 

In den vergangenen Wochen wurde vereinzelt die Behauptung geäußert, der Kirchenvorstand verfolge seit Jahren einen festen Plan, die Crucis-Kirche gezielt schließen zu wollen. Dem widerspricht der Kirchenvorstand ausdrücklich und deutlich. Die aktuellen Überlegungen sind Ergebnis eines breit angelegten Beteiligungsprozesses mit öffentlichen Versammlungen, klar benannten Kriterien und einem Zeitplan. Es gab keinen im Vorfeld feststehenden Beschluss zur Schließung einzelner Kirchen.

Um die Suche nach tragfähigen Konzepten zu erweitern, hat der Kirchenvorstand entschieden, die Crucis-Kirche öffentlich (im Internet) vorzustellen und aktiv nach Interessenten zu suchen. Hierzu wurde eine Anzeige vorbereitet, die ausdrücklich der Kontaktaufnahme und Ideensuche dient, nicht einer schnellen Entscheidung. Denkbar sind kulturelle, soziale, bildungsbezogene oder spirituell anschlussfähige Nutzungen sowie Kooperationen oder langfristige Modelle wie Erbpacht.

Wichtig ist: Dies ist eine Vorinformation. Die Anzeige auf kleinanzeigen.de wird frühestens in der Kalenderwoche 9 des Jahres 2026 veröffentlicht - auch weil noch wichtige Vorarbeiten dafür erledigt werden müssen. Uns ist wichtig, diesen Schritt nicht zuerst über die Öffentlichkeit zu gehen, sondern die Gemeinde vorab zu informieren.

Die Crucis-Kirche ist kein neutraler Raum. Sie ist geprägt von Gebet, Musik, persönlichen Lebensgeschichten und katholischer Tradition. Diese Würde bleibt Maßstab aller Überlegungen. Nutzungen, die dem christlichen Charakter widersprechen, kommen nicht in Betracht. Der gesamte Prozess wird ehrenamtlich getragen. Gespräche mit Interessenten, mit der Stadt Erfurt, mit Fachleuten und mit der Bistumsleitung erfolgen sorgfältig und Schritt für Schritt. Entscheidungen werden nicht übereilt getroffen.

Wir wissen, dass dieser Weg für viele mit Trauer, Sorge oder auch Unverständnis verbunden ist. Abschied braucht Zeit. Zugleich verlangt Verantwortung, Realitäten nicht zu verdrängen, sondern gestaltend mit ihnen umzugehen. Anregungen, Fragen oder Hinweise können weiterhin gebündelt werden über dreipluswir@stadtpfarrei.de.

Bitte begleiten Sie diesen Prozess weiterhin im Gebet, im Gespräch und mit Blick für unsere Pfarrei St. Laurentius.

Der Kirchenvorstand von St. Laurentius, 11. Februar 2026

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