St. Wigbert, lebendiger Kirchort im ehemaligen Kloster
Die Kirche St. Wigbert befindet sich am alten Angerbrunnen in der Nachbarschaft zur Staatskanzlei und ist ein bemerkenswertes Zeugnis der Erfurter Stadtgeschichte. Ursprünglich zum Wigbertikloster gehörend, ist sie heute Heimat für vielfältiges christliches Leben.
Die Wurzeln von St. Wigbert reichen bis in die Mitte des 10. Jahrhunderts zurück, die Kirche wurde erstmals 1210 urkundlich erwähnt; das spätgotische Bauwerk in seiner heutigen Form entstand zwischen 1409 und 1473 und wurde 1473 geweiht.
Zur wärmeren Jahreszeit ist die geöffnete Kirche, am Ende der Einkaufsmeile gelegen, ein Ort zum Verweilen und Ruhe zu tanken. Architektonisch interessant sind die Spuren, die die Zeiten hinterlassen haben: vom spätgotischen Langhaus mit seinem Sterngewölbe über die gotische Turmarchitektur bis hin zur modernen Fenstergestaltung.
In ihrer langen Geschichte war St. Wigbert nicht nur Pfarrkirche, sondern diente im 17. und 18. Jahrhundert auch als Klosterkirche der Augustinereremiten sowie zeitweise als Hof- und Begräbniskirche der kurmainzischen Statthalter. Im Dreißigjährigen Krieg und während der französischen Besatzung wechselte ihre Nutzung mehrfach.
kommende Gottesdienste
Hauptportal der Kirche St. Wigbert
Der heutige Turm der Kirche war bis 1878 einer der bewohnten Feuerwachtürme.
Blick aus dem Wigbertihof auf die Kirche St. Wigbert
Festgottesdienst im Wigbertihof anlässlich des Jubiläums 800 Jahre Gemeindeleben St. Wigbert im Jahr 2025