St. Laurentius Erfurt

3plusWir – Aktueller Stand im Prozess zur Zukunft unserer Kirchorte

Seit der Pfarreiversammlung im April 2025 ist einiges in Bewegung gekommen. Mit dem neuen Namen „3plusWir“ hat unsere Pfarrei St. Laurentius Erfurt deutlich gemacht, worum es in der nächsten Phase des Entwicklungsprozesses geht: nicht nur um den Abschied von vier Kirchengebäuden, sondern vor allem um das bewusste Gestalten eines neuen Miteinanders.

Für die drei Kirchenstandorte, die dauerhaft bestehen bleiben – St. Lorenz, St. Severi und St. Wigbert – werden derzeit erste Schritte unternommen, um sie künftig noch stärker gemeinsam zu denken und als tragendes Fundament der neuen Pfarreistruktur zu etablieren. Zugleich laufen intensive Überlegungen zur Zukunft der vier Kirchorte, die mit dem Hochfest Christkönig 2026 nicht mehr regulär für Gottesdienste genutzt werden sollen: St. Georg, Schottenkirche (Nicolai-Jacobi), St. Martini und St. Crucis.

Für drei dieser Kirchen – St. Georg, die Schottenkirche und St. Martini – gibt es mittlerweile jeweils zwei oder mehr ernsthafte und zum Teil sehr innovative Ideen für eine mögliche Nachnutzung. Diese reichen von einer Nutzung durch andere christliche Gemeinschaften über die Einrichtung eines Kolumbariums, die Umgestaltung zur Taufkapelle, die Einrichtung einer ökumenischen Jugendkirche bis hin zu Formen weltlicher Nutzung im Sinne unserer Pfarrei – etwa als offene Räume für Begegnung, Kultur oder stille Einkehr im städtischen Kontext.

Alle diese Ideen werden derzeit intensiv geprüft. Dabei werden Rechenbeispiele erstellt, Machbarkeitsstudien durchgeführt und Gespräche mit möglichen Partnern geführt – sowohl durch den Kirchenvorstand als auch durch die Interessenten selbst. Vor Ort finden Besichtigungen statt, es wird im kleinen und großen Rahmen beraten, ausgelotet, konkretisiert.

Auf Wunsch einiger Interessenten – und auch, weil es noch keine abschließenden Entscheidungen gibt – bitten wir um Verständnis, dass wir derzeit noch nicht öffentlich machen, wer sich für welchen Kirchort interessiert. Diese Zurückhaltung soll Raum für vertrauensvolle Gespräche und verantwortungsvolle Planungen ermöglichen.

Für die Kirche St. Crucis gibt es nach anfänglicher Hoffnung bislang noch keine konkrete Perspektive für eine Nachnutzung. Hier bleibt der Prozess offen – neue Ideen oder Hinweise auf mögliche Partner sind jederzeit willkommen.

Der Kirchenvorstand und die Steuerungsgruppe begrüßen ausdrücklich das Engagement aus den Kirchorten und der gesamten Pfarrei – sowohl in den Abschiedsplanungen an den betroffenen Kirchen als auch bei der Integration in die bleibenden Standorte. Es ist spürbar, dass vielerorts über den eigenen Tellerrand hinausgedacht und der Wunsch nach einem gemeinsamen Weg ernst genommen wird. Auch die Bereitschaft zum Dialog und zu Kompromissen verdient Anerkennung.

Sobald einzelne Planungen konkret, rechtlich gesichert und finanziell abgesichert sind, wird der Kirchenvorstand beginnen, über erste Nachnutzungskonzepte zu entscheiden – gegebenenfalls auch gestaffelt für einzelne Kirchen. So kann ein geordneter Übergang ermöglicht und frühzeitig Klarheit vor Ort geschaffen werden – auch mit Blick auf die emotionale und spirituelle Vorbereitung auf den Abschied.

Unverändert bleibt dabei das Ziel: Alle vier Kirchorte sollen zum 22. November 2026 (Christkönigssonntag) offiziell geschlossen und nicht weiter von der Pfarrei genutzt werden – unabhängig davon, wie weit mögliche Nachnutzungen zu diesem Zeitpunkt umgesetzt sind.

Dass in einem solchen Veränderungsprozess auch Gerüchte entstehen, ist verständlich – doch nicht jedes davon entspricht den Tatsachen. Bitte zögern Sie nicht, bei Unsicherheiten oder konkreten Fragen direkt auf uns zuzukommen. Wir bemühen uns weiterhin um größtmögliche Transparenz und Offenheit in allen Phasen des Prozesses.

Die bereits konstituierte Steuerungsgruppe, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern des Kirchenvorstands und des Pfarreirats, koordiniert sämtliche laufenden Gespräche, Planungen und Entscheidungswege. Für den Kirchenvorstand sind Frau Meindl, Herr Pöcking und Herr Ulbrich vertreten, für den Pfarreirat Frau Blask und Frau Franke.

Für Rückmeldungen, Ideen, Hinweise oder Gesprächswünsche stehen Ihnen weiterhin die beiden E-Mail-Adressen zur Verfügung:  siebenminusx (at) stadtpfarrei.de  und dreipluswir (at) stadtpfarrei.de 
Gemeinsam gestalten wir weiter – als „3plusWir“.